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Die Muster - Perserteppiche erzählen eine Geschichte


Ein Fachmann erkennt anhand des Musters die Herkunft und das Alter eines Teppichs. Die Mustervielfalt von Perserteppichen ist unendlich. Zudem hat jede Provenienz eine für sie typische Motivform. Dennoch lassen sie sich in Gruppen einordnen:

Medaillon

Ein traditioneller Perserteppich zeigt in seinem Muster ein großes Mittelfeld mit einem zentralen Medaillon. Umgeben wird dieses Mittelfeld von einer Haupt- und Nebenbordüre (Wächterbordüre).

Das Medaillon stellt das Zentrum dar und an seinem Muster orientiert sich der gesamte Teppich. Wichtig ist hierbei das Gleichgewicht des Musters. Ein Perserteppich soll von allen Seiten des Raumes zu betrachten sein und nicht - wie ein Bild - nur von einer. Dieses für Perserteppiche so typische Muster gibt es erst seit dem 15. Jahrhundert.

Perserteppich aus Mashad mit Mittelmedaillon

Durchgemustert

Perserteppiche in einem durchgehenden Muster werden auch "All-Over-Design" genannt. Bei diesen Teppichen findet man häufig das Herati-Muster.

Perserteppich aus Bidjar im Herati-Muster
 

Florale Teppiche

Je feiner die Knüpfung eines Perserteppichs ist, desto detaillierter kann sein Muster sein. Florale Teppiche weisen darauf hin, dass sie in städtischen Manufakturen geknüpft wurden. Sie erfordern ein hohes handwerkliches Geschick und einen erfahrenen Knüpfer.

Floraler Perserteppich aus der Stadt Nain

Geometrische Teppiche

Geometrische Teppiche stammen meist aus ländlicheren Regionen und von Nomadenstämmen. Die Knüpfer arbeiten häufig ohne Vorlage aus dem Gedächtnis und verwenden gröbere Materialien. Die verschiedenen Nomadenstämme des Irans haben ihre typischen Muster. So sind auf den Teppichen der Gashgai häufig ihre Tiere zu sehen. 

Ein geometrischer Teppich der Gashgai-Nomaden